Segelwissen und Erfahrungswerte

Segeln und Prävention - gut geplant ist halb gewonnen

Rettungsring

Jede Segeltour sollte sorgfältig vorbereitet und geplant sein. Es ist ganz egal, ob man sich auf kleineren Gewässern oder aber auf dem großen Meer bewegt: Jede Segeltour sollte im Vorfeld genauestens vorbereitet werden, um Gefahren zu minimieren bzw. bei Problemen bestmöglich handeln zu können. Trotz aller Präventionsmaßnahmen sollte jede Segeltour von Spaß geprägt sein, hier sollte man sich allerdings nicht unnötig in Gefahrensituationen bringen, da sonst aus dem vergnüglichen Ausflug auf dem Rhein schnell bitterer Ernst werden kann.

Ausrüstung für den Ernstfall

Neben einer professionellen Ausrüstung, entsprechendem Zubehör und der Erkundung nach den bevorstehenden Witterungsverhältnissen sollte jeder Segler über ein Grundwissen der Ersten-Hilfe an Bord verfügen. Welche Aspekte dies im Einzelnen sind wird nun im Folgenden näher erläutert. Von der Schwimmweste bis hin zur Reiseapotheke Grundsätzlich sind es häufig die kleinen Dinge, die im Notfall helfen können. Zur Grundausstattung eines jeden Segelbootes gehören ausreichend viele Schwimmwesten. Dabei spielt es keine Rolle, wo man sich bewegt – besonders beim Segeln auf dem Rhein, ist die Strömung derart stark, dass besonders hier eine Schwimmweste bei Unfällen lebensrettend sein kann, um nicht unter Wasser gezogen zu werden.

Ein weiteres Utensil, welches an Bord nicht fehlen darf, ist eine gut sortierte Reiseapotheke, welche im Zweifel schmerzstillende Mittel und Medikamente gegen Seekrankheit, Durchfall und Fieber beinhalten sollte. Doch genauso wichtig wie die Vorbereitung des Segelbootes ist die exakte Planung der Route. Unter der Berücksichtigung der Wettervorhersagen sollte die gesamte Strecke zuvor genau geplant werden, um später auf dem Wasser keine spontanen Entscheidungen treffen zu müssen. Zudem ist es sinnvoll, bei Unwetterwarnungen bzw. Gewittern das Hobbysegeln zu vertagen, um sich nicht zusätzlich in Gefahr zu bringen.

Maßnahmen im Notfall

Sollte bei der Segeltour an Bord dennoch ein Unfall passieren, ist die Segelwissen Notfallkunde gefragt. Als "Unfall" können menschliche Verletzungen zählen, aber auch Schäden am Segelboot, Kollisionen und versehentliches Kentern des Bootes. Daher sollten sich alle Beteiligten in der allgemeinen Ersten Hilfe auskennen und zusätzlich die wichtigsten Orte an Bord kennen (Rettungswesten- und Ringe, Notfallkoffer, Telefon, etc.). Denn bei größeren Gefahren muss unverzüglich die Wasserrettung informiert werden, damit diese zeitnah eintreffen und helfen kann.  Genaue Angaben über Position, Vorfall und Bootsart sind hier essentiell für eine erfolgreiche Rettung.

Wichtige Telefonnummern

Hilfreiche Telefonnummern für das jeweilige Revier - wie die der Wasserwacht des Deutschen Roten Kreuzes und der Kölner Feuerwehr (Hubschrauber-Nummer 0221 - 74 79 79) - sollten man immer bereithalten und an alle Teilnehmer der Segeltour kommunizieren. Auch die internationale Notrufnummer 911 verbindet aus dem Mobilfunknetz mit der nächsten Rettungsleitstelle. Bei großen Events sichert auch die Wasserrettung des DLRG (Kontakt über den allgemeinen Notruf 112) in Zusammenarbeit mit ehrenamtlichen Helfern ufernahe Wasserbereiche mit eigenen Einsatzwagen und Rettungsbooten ab.

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