Segeln mit ...

Segeln mit der ganzen Familie – ist das möglich?

Wen die Segel-Leidenschaft einmal gepackt hat, für den gibt es kaum etwas schöneres, als die schwankenden Planken unter den Füßen, die Gischt im Gesicht und ein starker Wind, der mächtig das Segel bläht. Und genau das wollen Segler natürlich teilen. Da trifft es sich ganz gut, dass Segeln auch ein Gruppensport ist, den man nicht nur mit Kameraden aus der Segelschule ausüben kann, sondern auch mit Familienmitgliedern. Denn gerade, wenn auch die Familie für diesen Sport begeistert werden kann, eröffnen sich ganz neue Möglichkeiten für Freizeitgestaltung.

Doch wie sieht das aus, wenn die Familie auch aus kleinen Kindern oder betagten Großeltern besteht? Und was ist mit dem geliebten Vierbeiner, der nicht gut allein zuhause bleiben kann?

Wer begeisterter Segel-Sportler ist, der wird auch so bald wie möglich seinen Nachwuchs an diesen Wassersport heranführen wollen. Oder aber zumindest die tollen Eindrücke, die eine Segelreise bereit hält, mit den Sprösslingen teilen. Beim Segeln mit der ganzen Familie ist natürlich zunächst an entsprechende Sicherheits- und Vorbereitungsmaßnahmen zu denken, sowie die allgemeine Frage, unter welchen Voraussetzungen so ein Ausflug überhaupt durchführbar wäre. Wir verraten, ob das Passagiere sind, auf die man an Bord verzichten muss oder wie auch diese unkonventionellen Segler für das Leben an Bord vorbereitet werden können. Dazu kommen überdies gewisse Einschränkungen, die man möglicherweise in Kauf nehmen muss und eine teilweise längere Vorbereitung und größere Achtsamkeit an Bord. Dafür wird man am Ende mit einem tollen Segeltörn im Kreis seine Lieben belohnt.

Segeln mit kleinen Kindern

Eine Einführung der jüngsten Familienmitglieder in den Segelsport gelingt am Besten, wenn man die Kleinen mit an Bord nimmt. Das ist - auch wenn Segeln zuweilen ein gefährlicher Sport sein kann - prinzipiell möglich. Wichtig zu beachten ist hier nur ganz klar die Sicherheit der kleinen Passagiere.

Immer wenn Kinder mit an Bord sind, sollte man ganz besonders gut aufpassen und für höchste Sicherheit sorgen, auch bei tadellosem Wetter. Unerlässlich ist beispielsweise ein Sicherheitsnetz am Boot, da Kinder gerne mal ausrutschen und das Tragen einer Sicherheitsweste – selbst wenn die Kleinen schon schwimmen können. Außerdem muss den Kindern ganz klar erklärt werden, in welchem Bereich sie sich aufhalten dürfen und welche Bereiche (beispielsweise die Reling) absolut tabu für sie sind. Bei schlechtem Wetter haben Kinder sich unter Deck aufzuhalten. Bringt man sie hierhin, sollten Instruktionen darüber erfolgen, wie sie sich verhalten sollten und was es zu unterlassen gilt. Wer die Kleinsten schon früh in die Segelschule schicken möchte, findet hier den richtigen Ansprechpartner.

In so einem Fall macht es sich auch bezahlt, wenn für das Kind ausreichend Spielzeug eingepackt wurde. Wer über ein modern ausgestattetes Boot verfügt, der kann auch eine DVD zur Unterhaltung einlegen. Und egal, wie lange der Törn wird, man sollte nie vergessen, genug Snacks und Getränke für die Kleinen einzupacken. Am besten Sachen, die sie ganz besonders gerne mögen. Und auch Kleidung zum Wechseln konnte in vielen Situationen schon die gute Laune retten.

Segeln mit Hund & Co.

Viele Segelfreunde mit Hund stehen oft vor dem Problem, einen Segelurlaub zu starten oder einen Urlaub mit dem Vierbeiner zu organisieren. Dabei schließt das eine das andere nicht unbedingt aus – zumindest, wenn man nicht gerade eine Atlantik-Überquerung plant. Wer bereit ist, ein wenig Zeit in die Vorbereitungen zu investieren und sich mit Kompromissen anfreunden kann, dem steht für einen gemeinsamen Urlaub auf See nichts im Weg.

Zunächst müssen wir unseren vierbeinigen Leichtmatrosen an das Wasser gewöhnen. Das geht am besten ganz spielend mit dem allseits beliebten Stöckchenhol-Spiel, das sich nach und nach vom Ufer aufs Wasser bis hin ins Boot ausweiten lässt. Auch das tragen der Hunde-Rettungsweste (findet sich hier) sollte jetzt schon geübt werden. Ebenfalls sollte man eindeutige Bord- und Wasserkommandos trainieren, damit der Hund im Ernstfall weiß, was man von ihm will. Neben dem direkten Wasserkontakt ist darüber hinaus auch das Aufhalten auf Boot und im Hafen zu trainieren, da ein Hund vom schwankenden Untergrund zunächst wenig begeistert sein wird.

Beim Gassigehen an Bord fangen übrigens die Kompromisse an. Dem Hund muss ein bestimmter Bereich als Toilette zugewiesen werden. Auch hierauf muss ein Hund trainiert werden, damit er sein Geschäft nicht anderswo verrichtet. Hat man alle Vorbereitungen geschafft und den Weg zum ersten gemeinsamen Segeltörn angetreten geht es nun nur noch darum, aufeinander Rücksicht zu nehmen und bestimmten Bedürfnissen des Vierbeiners nachzukommen.

Weitere Beiträge